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Die Mauerbl├╝mchen Fahrrad- und Wandertour


Die Mauerbl├╝mchen-Tour im Falkenhagener Feld West-Spandau ist ca. 9 km lang und besch├Ąftigt sich mit Geschichte (z.B. die Mauer) und Natur (z.B. Blumen).

Ausgangspunkt ist die Seegefelder Str. ab der Bahnlinie, die im Volksmund B├Âtzowbahn hei├čt.

Die B├Âtzowbahn verband ab 1909-1912 die St├Ądte B├Âtzow in Brandenburg und Spandau bei Berlin. Die 17,2 km lange Strecke dauerte 33 Minuten. Der Personenverkehr wurde zwischen 1950-1953 eingestellt. Die Havell├Ąndische Eisenbahn betreibt noch eine Reststrecke vom ├ťbergabebahnhof Berlin-Spandau zum G├╝terbahnhof Johannesstift.

Rechts nach der Bahnlinie den Weg bis zu einer Sperrschranke f├╝r den Bahnliniendurchgang folgen, dann links abbiegen und weiter rechts zum Kiesteich weiterfahren.

Der Kiesteich oder Spektesee entstand ab 1950 durch die Kiesgewinnung f├╝r den Wiederaufbau Berlins. Vom 1950-1955 wurde er mit Bauschutt und Hausabfall gef├╝llt. Aus dem Verf├╝llungsmaterial entstanden ab den 80er die H├╝gel am Rand des Sees.

Zur├╝ckfahren auf diesem Weg am Rand des Sees bis zum Fahrradweg oben / bzw. Sandweg (Fu├čg├Ąnger) rechts, ihn folgen, am See vorbei, weiter unter einer Betonbr├╝cke durchfahren, dann sind die Spektewiesen auf beiden Seiten des Fahrradweges.

Falls nicht gem├Ąht, sind die Wiesen mit Wild- / Gartenblumen und Gr├Ąsern ein Farben- und Duftspektakel. Besonders der Wiesensalbei in Blau und das duftende Echte Labkraut in Gelb sind zu beachten.

Weiterfahren bis der Weg die Stra├če 603 links trifft. Rechts abbiegen, ├╝ber eine Holzbr├╝cke entlang fahren. Dem Fahrradweg oben / bzw. Sandweg (Fu├čg├Ąnger) links folgen, n├Ąchsten Sandweg links runter fahren und links die Holzbr├╝cke ├╝ber die Spektelake ├╝berqueren.

Aus Naturschutzgr├╝nden ist in der Spektelake das Baden nicht erlaubt. Trotz des Verbotes wird dort sowie im Spektesee gebadet.

Nach der ├ťberquerung zum Finkenkruger Weg fahren, dort nach rechts abbiegen bis zum Mahnmal f├╝r das Maueropfer Willi Block.

Willi Block hatte zwei erfolgreiche Fluchten gehabt. Wegen seiner Frau kam er zur├╝ck, wurde als Doppelspion von West und Ost verfolgt, sa├č in der DDR im Gef├Ąngnis. Am 7. Februar 1966 wollte er die Grenze nach Westen wieder ├╝berqueren und ist im Stacheldraht h├Ąngen geblieben. Er wurde 72-mal beschossen, 4-mal treffend, davon 3 mit t├Âdlicher Folge.

Diese Stra├če bis zum Ende fahren, rechts zum Mauerweg, dann links bis zur Falkenseer Chaussee.*

Dort befinden sich ein Gedenkstein und ein Plakat ├╝ber die Teilung Berlins durch die Mauer.

Rechts abbiegen und an der Ampel die Falkenseer Chaussee ├╝berqueren. Links auf dieser Stra├če weiter fahren und vor der Grenze rechts den Weg zu den Wiesen nehmen. Weiter den Fahrradweg / bzw. Sandweg (Fu├čg├Ąnger) nehmen bis zum Ende, dann erst links, dann rechts rein, dem Mauerweg folgen durch den Wald und weiter ├╝ber zwei H├╝gel fahren (aufpassen, Rutschgefahr / Schnellfahrt).

Dann auf der linken Seite sehen wir Info-S├Ąulen f├╝r zwei Maueropfer: Helmut Kliem und Klaus Schulze.

Helmut Kliem und sein Bruder waren am 13. November 1970 auf einem Motorrad unterwegs; sie verpassten den Weg, endeten 10 Meter vor einem Tor im Grenzbereich, auf Rufe der

Grenzsoldaten reagierten sie nicht, sondern sie kehrten um. Es wurde 7-mal geschossen, beide Br├╝der wurden getroffen, Helmut Kliem t├Âdlich.

Klaus Schulze versuchte schon als 14-j├Ąhriger zu fl├╝chten. Er und sein Freund Dieter Krause sollten wegen Arbeitsbummelei in ein Erziehungslager. Nach Grenzbeobachtung entschieden sie sich am 7. M├Ąrz 1972 abends zu fl├╝chten. Mit einer Leiter ├╝berkletterten sie den Signalzaun - stiller Alarm wurde ausgel├Âst. Klaus f├Ąllt ├╝ber einen Stolperdraht und wird von Sch├╝ssen t├Âdlich getroffen, sein Freund erreicht den Westen.

Rechts den Sandweg nehmen, dann auf der asphaltierten Radelandstra├če bis zur Ecke Stadtrandstra├če, rechts einbiegen bis zum Waldkrankenhaus, das Fahrrad schieben durch den Eingang, dann rechts abbiegen, sowie links und dann rechts zu den Geb├Ąuden 16a und 16b gehen , wo sich ein Mahnmal f├╝r die Zwangsarbeiter der Arbeiterstadt "Gro├če HalleÔÇť sowie deren unter Denkmalschutz stehenden H├Ąuser befinden.

Hitler und der Architekt Speer wollten in Berlin die gigantomanische ÔÇ×Welthauptstadt GermaniaÔÇť errichten. Der Architekt Carl Christoph L├Ârcher plante hier in Spandau Geb├Ąude f├╝r 8000 Arbeiter. Ab 1941 wurden immer mehr Zwangsarbeiter eingesetzt. Das Projekt wurde 1943 eingestellt.

Zur├╝ckkehren bis zur Stadtrandstra├če, nach rechts wenden, diese am Zebrastreifen (vor der Griesinger Str.) ├╝berqueren und dann links zu den H├Ąusern 548-562 abbiegen - die Siedlung und das Kommandantenhaus der Arbeiterstadt.

Zur├╝ckgehen, die Stadtrandstra├če ├╝berqueren, links zur Falkenseer Chaussee abbiegen, wo die Tour endet.


*Falls Interesse besteht, ab hier links in die Spandauer Stra├če (Verl├Ąngerung der Falkenseer Chaussee) abbiegen, nach ca. 1,5 km links in die Hamburger Stra├če rein - dort befinden sich die ├ťberreste der Konzentration Lage Sachsenhausen Au├čenlage Falkensee.


Verkehrsverbindungen


S+U-Bahnverbindung

- Touranfang:

S+U Rathaus Spandau: folge der Seegefelder Str. ca. 2,5 km bis zur B├Âtzowbahn.

- Tourende:

  • U Altstadt Spandau: 4 km ├╝ber Falkenseer Chaussee, Falkenseer Platz und Am Juliusturm.
  • S+U Rathaus Spandau: ca. 4,5 km wie vorher, vom Falkenseer Platz rechts in den Altst├Ądter Ring.

Busverbindung

- Hin:

S+U Rathaus Spandau Ôľ║ Bus 237 Staaken, Isenburger Weg Ôľ║ Haltstelle Dyrotzer Str. aussteigen.

- Zur├╝ck:

  • Haltstelle Falkenseer Chaussee / Stadtrandstra├če Ôľ║ Bus 137 Staaken, Reimerweg Ôľ║ S+U Rathaus Spandau aussteigen.
  • Haltstelle Falkenseer Chaussee / Stadtrandstra├če Ôľ║ Bus 337 S+U Rathaus Spandau Ôľ║ S+U Rathaus Spandau aussteigen.


Hier ist die Tour:

www.bikemap.net/en/route/2389484-berlin-die-mauerblumchen-tour/