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Ein Verein stellt vor: Das Bayerische Viertel in Berlin-Schöneberg

Zwischen KaDeWe und Rathaus Schöneberg erstreckt sich das Bayerische Viertel im Berliner Bezirk Tempelhof-Schöneberg. Es war und ist bis heute ein besonderes Stadtviertel mit einer für Berlin bemerkenswerten Geschichte und ein unverzichtbarer Programmpunkt eines Berlin-Besuches.

 

Der BĂĽrgerverein „Quartier Bayerischer Platz e.V.“ www.quartier-bayerischer-platz.de engagiert sich dafĂĽr, vorhandene Institutionen und Kultureinrichtungen zu vernetzen und fĂĽr den Tourismus zu erschlieĂźen. Ein Schwerpunkt der Bestrebungen ist die Umgestaltung des „Bayerischen Platzes“. Als Visitenkarte des Viertels soll ihm so viel wie möglich von seinem alten Charme  zurĂĽckgegeben werden.

 

Das Bayerische Viertel entstand um 1900 nach Plänen des Terrainkaufmanns Georg Haberland. Seine Konzeption, hochherrschaftliche, elegante Wohnhäuser mit grünen Vorgärten, umgeben von Schmuckplätzen zu errichten, und sie nach damals modernsten Anforderungen an den Wohnungsbau auszustatten, begeisterte eine anspruchsvolle Klientel. So hatten die Häuser beispielsweise bereits elektrisches Licht, Fahrstühle, Müllerschlucker und vieles mehr.

 

Im neu geschaffenen Viertel im Berliner 'Neuen Westen' etablierte sich ein groĂźer Teil des Berliner liberal-jĂĽdischen BĂĽrgertums. Luxusläden und Banken lieĂźen sich um den Bayerischen Platz herum nieder und sehr schnell wurde das Bayerische Viertel ein nobler Anziehungspunkt fĂĽr Wissenschaftler,  KĂĽnstler,  Literaten, renommierte Ă„rzte und Rechtsanwälte,

 

Seinen Höhepunkt erlebte das Bayerische Viertel in den 1920er Jahren als Schauplatz des „Who is Who“ in Gesellschaft und Kultur. “ Industriegebiet der Intelligenz“ nannte man es anerkennend.  Rund um den Bayerischen Platz  lebten Albert Einstein, Erich Fromm, Gottfried Benn, Claire Waldoff,  Karl Hofer, um nur einige zu nennen. www.baesslerverlag.de/autorendesverlages/gudrunblankenburg. 

 

Der Naziterror traf den hohen Anteil jĂĽdischer BĂĽrger besonders grausam. Dazu radierte der Bombenterror fast 70 % des Bayerischen Viertels aus. Der heute vorhandene Bestand an Wohnhäusern  aus der GrĂĽnderzeit zeugt jedoch  noch von der groĂźen Zeit des Bayerischen Viertels.

 

Das Bayerische Viertel ist zudem ein besonderer Ort der Erinnerungskultur geworden.

Im Mittelpunkt steht die ständig wachsende  Ausstellung „Wir waren Nachbarn“ im Rathaus Schöneberg. Mit derzeitig 136  Biografien wird hier an die ehemaligen jĂĽdischen  Nachbarn erinnert.  (www.berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg/organisationseinheit/bildung-kultur/wir_waren_nachbarn.de;   www.fragdoch-verein.de

 

Ein Erinnerungsort auch für die Nachkriegsgeschichte mit dem Schöneberger Rathaus als Sitz der Landesregierung bis zur Wende. Amtssitz der regierenden Bürgermeisters – u.a. Ernst Reuter, Otto Suhr, Willy Brandt - und der alliierten Verbindungsoffiziere. Dort rief John F. Kennedy die mittlerweile weltberühmten Worte „Ich bin ein Berliner“-in das begeisterte Berliner Publikum .

 

Ab der 2. Jahreshälfte 2011 werden sich interessierte Besucherinnen und Besucher auch in einem “Info-Point“ am Bayerischen Platz informieren können.

Der Bayerische Platz in Schöneberg ist mit den  U-Bahnlinien 7  und 4 , den Bussen M46 und  104 gut zu erreichen. Erfreulich viele gut sortierte Läden, unterschiedliche Arztpraxen und sonstige Dienstleistungseinrichtungen rund um den Bayerischen Platz bieten Gelegenheit, fast alles zu FuĂź erledigen zu können.

Ansprechpartner: Verein „Quartier Bayerischer Platz“

Ulrich Höfeler  Tel.  0049 (0) 30 85340 50       reformhaus-hoefeler@gmx.net ]

 Renate Friedrichs- Tel.:  0049 (30) 85 26853 -      friedrichs-rena@t-online.de